Expositionsprophylaxe – was ist das?

Mücken, Zecken & Co. können vielerorts gefährliche Krankheiten übertragen. Umso wichtiger ist es, Insektenstiche durch eine sogenannte Expositionsprophylaxe zu vermeiden. Damit sind alle Maßnahmen gemeint, die vor Stichen – und somit vor der Übertragung der Erreger – schützen können, so z. B.:

Insektenabwehrmittel (Repellentien) zum Auftragen auf die Haut:

  • Bewährt haben sich u. a. Mittel mit DEET (z. B. in Antibrumm Forte) oder Icaridin (z. B. in Antibrumm Night).
  • Dünn auf alle unbedeckten Körperstellen auftragen (z. B. Knöchel und Nacken).
  • Insektenspray ggf. gemäß den Produktinformationen wiederholt auftragen, z. B. bei starkem Schwitzen.

Angepasste Kleidung und richtiges Verhalten:

  • Bei Aufenthalt im Freien lange Hosen und langärmelige Oberbekleidung tragen, am besten aus hellen Stoffen.
  • Auf festes Schuhwerk und dicke Socken (helle Stoffe) achten. Die Hose am besten in die Socken stecken.
  • Auf unbedeckten Hautstellen Repellentien anwenden.
  • Den Aufenthalt an stehenden Gewässern meiden.
  • Mücken werden von Ausdünstungen wie Schweiß angezogen. Daher reduziert eine gute Körperhygiene das Risiko für Insektenstiche.

Moskitonetze:

  • Vor allem in Malariagebieten sind Bettnetze unverzichtbar, um sich nachts vor Mückenstichen zu schützen.
  • Die Schutzwirkung der Bettnetze lässt sich steigern, wenn sie mit geeigneten Mitteln imprägniert werden.
  • Wichtig: Bettnetze auch in Räumen mit Moskitogittern verwenden. Denn das Eindringen von Mücken in Wohnräume lässt sich nie sicher verhindern.

Insektenvertilgungsmittel (Insektizide):

  • Anwendung als Raumspray oder zum Imprägnieren von Moskitonetzen und Kleidungsstücken.
  • In Hotelzimmern vorzugsweise kurz vor Eintritt der Dämmerung anwenden.
  • Auch an Rastplätze der Mücken (z. B. unter Bett/Tisch, hinter Schränken/Vorhängen) sowie angrenzende Räume (z. B. Badezimmer) denken.

Gut zu wissen: Wenn Sie die Wahl haben, nehmen Sie ein Zimmer mit Klimaanlage. Denn Mücken meiden in der Regel niedrige Temperaturen und werden dann „stechfaul“. Die Klimaanlage ist jedoch kein Ersatz für das Moskitonetz!