Hochwasser: Mücken-Alarm in Deutschland

Hochwasser: Mücken-Alarm in Deutschland

Unwetter mit Starkregen und Überschwemmungen bestimmen den Sommer 2021 in Deutschland. Teile des Landes wurden von einer regelrechten Flut-Katastrophe heimgesucht. Die Folgen des Hochwassers für den Menschen sind verheerend. Mücken hingegen könnten sogar von der Situation profitieren. Denn insbesondere, wenn auf den Regen die Hitze folgt, finden die kleinen Blutsauger ideale Brutbedingungen – selbst in kleinsten Pfützen. Der Beginn einer Mückenplage?

Nässe & Sommerhitze: Ideale Bedingungen für Mücken

Nach Gewittern und Starkregen prägen in weiten Teilen des Landes Pfützen und feuchte, schlammige Böden das Landschaftsbild. Für Mücken bedeutet das ideale Brutbedingungen: Denn sie legen ihre Eier bevorzugt in stehenden Gewässern und Feuchtgebieten ab – und davon hat Deutschland derzeit mehr als genug. Vor allem dann, wenn jetzt auf die Nässe hohe Temperaturen folgen, herrscht in puncto Mücken Alarmstufe rot: Die Flug- und Stechaktivität steigt.

Besonders stechfreudig: Überflutungsmücken

Ein noch höheres Mückenaufkommen als im Rest Deutschlands ist in den stark betroffenen Überflutungsgebieten im Westen und Süden zu erwarten. Denn neben den gemeinen Stechmücken (auch: Hausmücken) könnten dort nun auch bestimmte Mückenarten aktiv werden, die unter dem Begriff „Überflutungsmücken“ oder „Überschwemmungsmücken“ zusammengefasst werden (z. B. Aedes vexans, Aedes cinereus, Ochlerotatus sticticus) und als außergewöhnlich aggressiv gelten. Über 100 Mückenlarven pro Liter Wasser sind in Überflutungsgebieten keine Seltenheit. Zum Vergleich: Bereits ab fünf Larven pro Liter Wasser sprechen Experten von einer hohen zu erwartenden Belastung. Überflutungsmücken legen ihre Eier im feuchten Boden von Uferzonen und Flussauen ab, wo diese mehrere Jahre im Boden überdauern können. Werden die Ablageorte überschwemmt und ist es warm genug, beginnt die Entwicklung vom Ei bis zur erwachsenen Mücke. Bei 20 bis 25 Grad Celsius dauert das etwa zwei Wochen. Nach der Begattung begeben sich die Weibchen direkt auf die Suche nach der Blutmahlzeit, die sie für ihre Eierproduktion benötigen. Dabei stehen sie unter großem Zeitdruck, da das Wasser für die Eiablage jederzeit wieder zurückgehen kann. Aus diesem Grund sind sie besonders stechfreudig – und, anders als andere Mückenarten, nicht nur in der Dämmerung und nachts aktiv, sondern 24 Stunden lang. Das ist ebenfalls ein Grund, weshalb es nach Überflutungen oft zu einer regelrechten Mückenplage kommen kann. Die gute Nachricht: Vor den unangenehmen Stichen können Sie sich schützen.

Mückenspray: Effektive Insektenabwehr

Eine der wirksamsten Schutzmaßnahmen vor Mückenstichen sind sogenannte Repellents (Mückensprays). Sie bilden einen schützenden Duftmantel auf der Haut. Dieser wehrt die Mücken ab und sorgt dafür, dass die kleinen Plagegeister unsere Ausdünstungen, von denen sie normalerweise angelockt werden, nicht mehr wahrnehmen.

Als Goldstandard gilt dabei der Wirkstoff DEET, der auch in Anti Brumm® Forte enthalten ist.

Weitere Tipps gegen Mückenstiche

Die richtige Kleidung

Wenn Sie laue Sommernächte im Freien genießen wollen, sollten Sie sich durch Kleidung vor Mückenstichen schützen. Denn in der Dämmerung sind die kleinen Biester besonders aktiv. Mit langärmeligen Shirts und langen Hosen reduzieren Sie die Angriffsfläche. Wählen Sie am besten helle Stoffe aus Leinen oder Baumwolle. Feste Schuhe schützen die Füße.

Mückensprays richtig anwenden

Mückensprays werden auf unbedeckte Hautstellen aufgebracht – zum Beispiel auf Nacken, Handgelenke und Knöchel. Beachten Sie die angegebene Schutzdauer und sprühen Sie bei Bedarf nach. Falls Sie auch Sonnencreme verwenden, tragen Sie diese etwa 30 Minuten vor dem Repellent auf.

Anti Brumm® Forte

Anti Brumm® Forte enthält den Wirkstoff DEET, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch für Reisen in die Tropen empfohlen wird.

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Stehende Gewässer meiden

Seen, Teiche und Wassergräben werden von Mücken als Brutstätte genutzt. Da die blutsaugenden Stechinsekten gerade dort oft in Schwärmen auftreten, sollte man daher die Umgebung von stehenden Gewässern besser meiden.

Lockstoffe wegduschen

Mücken „fliegen“ auf unsere Körperausdünstungen – von Schweiß werden sie geradezu magisch angezogen. Mit einer erfrischenden Dusche lassen sich die verräterischen Lockstoffe wegspülen. Aber Vorsicht: Die Insekten finden auch viele Düfte in Duschgel & Co. attraktiv. Besser sind offenbar herbe, zitrushaltige Duftnoten.

Mückennachwuchs vermeiden

Mücken legen ihre Eier im Wasser ab. Wenn Sie im Garten oder auf dem Balkon keine Mücken züchten wollen, drehen Sie Gießkannen und andere Behältnisse, die draußen gelagert werden, um. Dann kann sich kein Wasser darin sammeln. Die Regentonne sollte mit einem Insektenschutzgitter abgedeckt werden.

Für stichfreie Nächte sorgen

Ein Moskitonetz, das über dem Bett befestigt wird, hält die Quälgeister fern. Ein Ventilator verwirbelt die Körpergerüche und kann es den Mücken so erschweren, den Weg zu ihrem „Opfer“ zu finden. Und falls eine Klimaanlage vorhanden ist: Mücken werden bei kühleren Temperaturen stechfaul.

Mückenstich – was tun?

Falls doch einmal eine Mücke zusticht, lautet das oberste Gebot: Nicht kratzen! Ansonsten kann sich die Wunde entzünden. Besser ist es, die Stelle rund um den Stich sanft zu klopfen. Außerdem können kühle Auflagen oder Salben den Juckreiz lindern. Bei unklaren Symptomen ist ein Arztbesuch wichtig.

Wichtig zu wissen: Mit dem Klimawandel werden auch tropische Stechmücken hierzulande zunehmend zum Problem. Laut Robert Koch Institut (RKI) könnte es diesen Sommer, vor allem im Juli und August, in Deutschland zu Infektionen mit dem durch Mücken übertragenen West-Nil-Virus bei Menschen kommen – wenn auch derzeit noch in geringer Anzahl. Daher empfiehlt sich ein Insektenschutz, der auch gegen tropische Mücken wirksam ist.