Spanien: Insektenschutz für Reisende

Spanien zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Für die meisten heißt das: Badeurlaub auf den Kanarischen oder Balearischen Inseln, an der Costa del Sol oder aber Pilgern auf dem Jakobsweg.

Damit Sie Ihren Urlaub unbeschwert genießen können, sollten Sie auch die nötigen Vorkehrungen treffen. So gehört zum Beispiel ein zuverlässiger Insektenschutz ins Reisegepäck – schließlich können in Spanien verschiedene Krankheiten durch Mücken- und Zeckenstiche übertragen werden.

Wichtig: Beachten Sie die aktuellen Reise- und Gesundheitshinweise des Auswärtigen Amtes und lassen Sie sich rechtzeitig vor der Reise am besten durch einen Reisemediziner beraten. Überprüfen Sie auch Ihren Impfschutz. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn bei Ihnen während oder nach einer Spanienreise unklare Symptome auftreten.

Spanien: Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden

Die meisten mit dem West-Nil-Fieber infizierten Personen zeigen keine Symptome. Bei etwa 20 % kommt es zu grippeähnlichen Beschwerden. In seltenen Fällen entwickeln sich schwere neurologische Symptome, wie z. B. eine Hirnhautentzündung oder Lähmungen. Mehr über die Symptome erfahren

Übertragung: Die Erreger werden von tagaktiven Stechmückenarten (z. B. Aedes, Culex) übertragen.

Risiko: In Spanien kann es in den Sommermonaten zu einer Übertragung des West-Nil-Fiebers kommen. Aktuelle Fallzahlen bietet das ECDC (European Center for Disease Prevention and Control).

Schutz/Prophylaxe: Da es weder eine Impfung noch Medikamente gegen das West-Nil-Fieber gibt, wird ein konsequenter Schutz vor Mückenstichen und die Anwendung eines zuverlässigen Insektensprays empfohlen. Tipps zum Mückenschutz

Das Dengue-Fieber wird auch „Knochenbrecher-Fieber“ genannt, weil es neben hohem Fieber, Hautausschlag und Kopfschmerzen auch zu starken Knochen- und Gliederschmerzen kommen kann. In 2 bis 4 % der Fälle nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf in Form eines Dengue-Hämorrhagisches-Fiebers (DHF) oder ein Dengue-Schock-Syndroms (DSS). Mehr über die Symptome erfahren

Übertragung: Dengue-Viren werden durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen.

Schutz/Prophylaxe: Da keine Impfung/Chemoprophylaxe oder ursächliche Therapie existiert, wird im Rahmen der sogenannten Expositionsprophylaxe ein zuverlässiges Insektenspray empfohlen. Tipps zum Mückenschutz

Das Sandmückenfieber äußert sich in grippeähnlichen Symptomen mit schnell ansteigendem Fieber, Muskel-, Kopf-, und Gelenkschmerzen. Seltener kann es auch zu einer Bindehautentzündung oder Hautausschlägen kommen. Nach etwa drei bis vier Tagen klingen diese Symptome ab. Oft können jedoch Wochen bis zur endgültigen Heilung vergehen.

Übertragung: Die Phleboviren werden durch den Stich der dämmerungs- und nachtaktiven Sandmücke (auch: Schmetterlingsmücke) übertragen.

Risiko: Das Sandmückenfieber tritt in Spanien regional von April bis zum Herbst auf, vor allem kommt es aber im Hochsommer zu Infektionen.

Schutz/Prophylaxe: Um sich vor der Erkrankung zu schützen, wird im Rahmen einer Expositionsprophylaxe ein zuverlässiger Insektenschutz empfohlen. Tipps zum Mückenschutz

Spanien: Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden

Die Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung. Eine Rötung rund um die Einstichstelle, die sich ringförmig ausbreitet (Wanderröte), ist ein typisches Warnzeichen, welches innerhalb des ersten Monats auftritt. Die meisten Infektionen führen nicht zu Krankheitssymptomen, entwickelt sich jedoch eine Erkrankung kann es zu einer Beteiligung von Haut, Nervengewebe (frühe und späte Neuroborreliose), Gelenke (Lyme-Arthritis) oder Herz (Lyme-Karditis) kommen. Mehr erfahren

Übertragung: Die Erkrankung wird durch Bakterien (Borrelien) verursacht, die bei einem Zeckenstich übertragen werden können.

Risiko: Das Borreliose-Risiko ist zwar in Mitteleuropa am höchsten, vereinzelt kann es aber auch in Spanien zu einer Übertragung durch Zecken kommen.

Schutz/Prophylaxe: Bei Aktivitäten im Freien ist es unbedingt empfehlenswert, sich vor Zecken zu schützen, z. B. durch entsprechende Kleidung und die Anwendung von Zeckensprays. Kommt es dennoch zu einem Zeckenstich, muss die Zecke so schnell wie möglich entfernt werden. Treten nach einem Zeckenstich Symptome einer Borreliose auf, ist ein Arztbesuch wichtig. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig mit einem Antibiotikum behandelt, kann es zu dauerhaften Schäden kommen.

Typische Symptome sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie charakteristische Hautläsionen an der Einstichstelle. Diese zeichnen sich durch eine bräunlich-schwarzer Kruste und einen roten Hof aus, man bezeichnet es als Eschar oder Tache noire. Bei rechtzeitiger Behandlung kann das Fleckfieber folgenlos abheilen – allerdings wird es oft nicht gleich erkannt.

Übertragung: Die krankheitserregenden Bakterien (Rickettsien) werden durch Zecken übertragen.

Risiko: Das sogenannte Mittelmeer-Fleckfieber ist in allen Mittelmeerländern weit verbreitet, kann aber beispielsweise auch in den Binnenländern Mitteleuropas vorkommen.

Schutz/Prophylaxe: Bei Aktivitäten im Freien ist es empfehlenswert, sich vor Zeckenstichen zu schützen, z. B. durch entsprechende Kleidung und die Anwendung eines Insektensprays.

Gut zu wissen: Spanien gilt bislang als FSME-frei.

Weitere Informationen:

Gefahrenlagen in Reiseländern sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Auf der Website des Auswärtigen Amtes finden Sie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für Ihr Reiseziel: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

Halten Sie vor der Reise Rücksprache mit Ihrem Hausarzt. Zu berücksichtigen ist auch der individuelle Gesundheitszustand des Reisenden, weshalb eine ärztliche Beratung empfohlen wird.