Thailand: Insektenschutz für Reisende

Prachtvolle Tempelanlagen, paradiesische Strände und pulsierende Städte wie Bangkok: Thailand hat für Backpacker und Strandurlauber, Kulturliebhaber und Erholungsuchende gleichermaßen viel zu bieten.

Damit Sie Ihren Urlaub unbeschwert genießen können, sollten Sie auch die nötigen Vorkehrungen treffen. So gehört zum Beispiel ein zuverlässiger Insektenschutz ins Reisegepäck – schließlich können in Thailand verschiedene Krankheiten durch Mücken- und Zeckenstiche übertragen werden.

Wichtig: Beachten Sie die aktuellen Reise- und Gesundheitshinweise des Auswärtigen Amtes und lassen Sie sich rechtzeitig vor der Reise am besten bei einer tropenmedizinischen Beratungsstelle bzw. durch einen Reisemediziner beraten. Überprüfen Sie auch Ihren Impfschutz. Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn bei Ihnen während oder nach einer Thailandreise unklare Symptome auftreten.

Thailand: Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden

Malaria zählt zu den häufigsten Tropenkrankheiten. Weltweit erkranken jährlich rund 500 Millionen Menschen. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, droht ein lebensbedrohlicher Verlauf. Mehr über die Symptome erfahren

Übertragung: Die Erreger (Plasmodien) werden durch die weibliche Anophelesmücke übertragen. Besonders aktiv sind die Malaria-Mücken in der Dämmerung, nachts und in den frühen Morgenstunden.

Risiko: In Thailand besteht während des gesamten Jahres ein Übertragungsrisiko für Malaria – in rund 25 Prozent der Fälle handelt es sich um die gefährliche Malaria tropica.

In den Grenzregionen zu Kambodscha, Malaysia und Myanmar besteht ein geringes Übertragungsrisiko. Im Rest des Landes (z. B. auf Phuket und Koh Samui) ist das Malariarisiko minimal.

Als malariafrei gelten derzeit die Städte Bangkok, Pattaya, Samet, Chiang Mai und Chiang Rai sowie die Inseln der Krabi Provinz (Ko Lanta, Koh Phi Phi, Koh Yao Noi, Koh Yao Yai).

Schutz/ Prophylaxe: Bisher steht kein Impfstoff gegen Malaria zur Verfügung. Daher ist ein geeigneter Mückenschutz (Expositionsprophylaxe) notwendig. Je nach Reiseprofil kann zusätzlich auch eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll sein.

Das Dengue-Fieber wird auch „Knochenbrecher-Fieber“ genannt, weil es neben hohem Fieber, Hautausschlag und Kopfschmerzen auch zu starken Knochen- und Gliederschmerzen kommen kann. In 2 bis 4 % der Fälle nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf in Form eines Dengue-Hämorrhagisches-Fiebers (DHF) oder ein Dengue-Schock-Syndroms (DSS). Mehr über die Symptome erfahren

Übertragung: Dengue-Viren werden durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen.

Risiko: In Thailand ist das Risiko für eine Dengue-Infektion während der Regenzeit von Mai bis Oktober besonders hoch. Das gilt vor allem für städtische Gebiete, grundsätzlich besteht jedoch im ganzen Land ein Übertragungsrisiko.

Schutz/Prophylaxe: Da keine Impfung oder ursächliche Therapie existiert, wird im Rahmen der sogenannten Expositionsprophylaxe ein zuverlässiges Insektenspray empfohlen. Tipps zum Mückenschutz

In der Regel verläuft eine Infektion mit dem Zika-Virus ohne spürbare Symptome. Typische Krankheitszeichen sind Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Entzündung der Augenbindehaut sowie seltener Muskel- bzw. Kopfschmerzen. Eine Infektion während der Schwangerschaft gefährdet das Ungeborene. Mehr erfahren

Übertragung: Das Zika-Virus wird durch tagaktive Tigermücken (Aedes) auf den Menschen übertragen. Eine Übertragung ist jedoch auch von Mensch zu Mensch möglich – zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr, über Bluttransfusionen oder von der Mutter auf das ungeborene Kind.

Schutz/Prophylaxe: Es gibt weder eine Impfung noch eine Chemoprophylaxe oder ursächliche Therapie gegen die Zika-Virus-Erkrankung. Daher stellt ein konsequenter Schutz vor Mückenstichen die wichtigste Schutzmaßnahme dar (Expositionsprophylaxe). Wichtig: Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, wird von Reisen in Risikogebiete abgeraten. Auch den Partnern wird empfohlen, betroffene Regionen zu meiden. Falls dies nicht möglich ist, sollte nach der Rückkehr über einige Monate hinweg beim Geschlechtsverkehr ein Kondom verwendet und konsequent verhütet werden, um eine Schwangerschaft bei gleichzeitiger Zika-Virus-Infektion zu vermeiden.

Chikungunya heißt in der Sprache des Makonde-Volkes (Tansania) so viel wie „der gekrümmt Gehende“. Diese Bezeichnung weist auf die sehr starken Gelenkschmerzen hin, die infolge einer Infektion auftreten und auch länger bestehen können. Weitere häufige Symptome sind hohes Fieber und Hautausschlag. Mehr erfahren

Übertragung: Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Tigermücken (Aedes) übertragen.

Risiko: Besonders hoch ist das Chikungunya-Riskio in den südlichen Provinzen Thailands, einschließlich der bei Touristen beliebten Regionen.

Schutz/Prophylaxe: Es gibt weder eine Impfung oder Chemoprophylaxe noch eine ursächliche Therapie. Daher ist konsequenter Mückenschutz die bedeutendste Maßnahme gegen Chikungunya. Tipps zum Mückenschutz

Die Viruserkrankung verläuft zumeist symptomfrei. Die Patienten die Symptome entwickeln, zeigen meistens grippeähnliche Symptome. Im Schnitt erkrankt einer von 250 symptomatischen Patienten schwer und entwickelt neurologische Symptome wie ein steifer Nacken, Verwirrtheit, Lähmungserscheinungen oder Bewusstseinsstörungen. Solche schweren Krankheitsverläufe hinterlassen häufig bleibende Schäden und enden bei einem Drittel tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die Japanische Enzephalitis, aber eine Impfung. Mehr über die Symptome erfahren

Übertragung: Die Viren werden von nachtaktiven Stechmücken der Gattung Culex übertragen. Als Träger und Wirte dienen dabei Wat- und Zugvögel. Auch Schweine können Träger und Amplifikator sein, da sie auch ohne Vektoren das Virus untereinander übertagen können.

Risiko: Im Allgemeinen ist das Übertragungsrisiko in ländlichen Gebieten und Regionen mit Reisanbau am höchsten. Mittlerweile gibt es aber auch immer wieder Fälle in urbanen Gebieten.

Schutz/Prophylaxe: Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die Japanische Enzephalitis, aber eine Impfung. Diese wird insbesondere bei längeren Aufenthalten und/oder besonderer Exposition (z. B. Outdoor-Aktivitäten, Aufenthalt in ländlichen Regionen) empfohlen. Auch bei bestimmten individuellen Risikofaktoren (z. B. Alter über 50 Jahre, chronische Grunderkrankung) kann eine Impfung sinnvoll sein. Zusätzlich sollten Sie sich konsequent vor Mückenstichen schützen, um eine Infektion zu vermeiden. Tipps zum Mückenschutz

Gut zu wissen: In Asien kommen auch Zecken vor, die beispielsweise Lyme-Borreliose oder in den tropischen und subtropischen Gebieten auch Zeckenrückfallfieber übertragen können. Bei Aufenthalt im Freien ist es daher empfehlenswert, sich vor Zeckenstichen zu schützen, z. B. durch entsprechende Kleidung und die Anwendung von Zeckensprays. Treten nach einem Zeckenstich Symptome wie hohes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen auf oder rötet sich die Haut um die Einstichstelle, ist ein Arztbesuch wichtig.

Weitere Informationen:

Gefahrenlagen in Reiseländern sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Auf der Website des Auswärtigen Amtes finden Sie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für Ihr Reiseziel: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

Halten Sie vor der Reise Rücksprache mit Ihrem Hausarzt. Zu berücksichtigen ist auch der individuelle Gesundheitszustand des Reisenden, weshalb eine ärztliche Beratung empfohlen wird.