Das West-Nil-Fieber

Das West-Nil-Fieber

Beim West-Nil-Fieber handelt es sich um eine tropische Erkrankung, die durch Mücken von Vögeln auf den Menschen übertragen wird. Der Erreger, das West-Nil-Virus, ist mittlerweile weltweit in unterschiedlichem Ausmaß verbreitet. Oftmals verläuft eine Infektion ohne oder nur mit leichten Symptomen. Allerdings kann das West-Nil-Fieber in schweren Fällen auch zum Tod führen. Wir informieren Sie über Symptome, Verbreitung und Behandlung der Erkrankung sowie über mögliche Übertragungswege.

West-Nil-Virus: Verbreitung und Übertragung

In den letzten Jahren macht das West-Nil-Fieber immer wieder Schlagzeilen: Es gibt zunehmend Berichte von tödlich verlaufenden Infektionen in Griechenland, Italien und Serbien. Auch von einer Ansteckungsgefahr in unseren Breiten ist die Rede. Zwar kann eine Infektion mit dem West-Nil-Virus durchaus gefährlich werden – dennoch ist es nicht nötig, in Panik zu verfallen. Denn komplizierte Verläufe sind die Ausnahme.

Das West-Nil-Fieber findet sich vor allem in folgenden Regionen:

  • Afrika
  • Mittlerer Osten
  • Indien
  • Teilen Südostasiens
  • Nord- und Mittelamerika

Das West-Nil-Fieber zeigt sich oft durch Symptome, die einer leichten Grippe ähneln. Doch ein schwerer Verlauf ist ebenfalls möglich.

Es ist eine virale Erkrankung, die hauptsächlich bei Vögeln auftritt und durch diese verbreitet wird. Über Mücken wird das Virus auf Menschen übertragen. Zugvögel bringen die Infektionskrankheit in den Sommermonaten auch in den Mittelmeerraum und bis nach Mitteleuropa. Es treten immer wieder regional gehäufte Ausbrüche des West-Nil-Fiebers auf. Der Mensch kann sich nicht direkt bei einem anderen erkrankten Menschen oder Tier infizieren. Damit ist das West-Nil-Virus nicht ansteckend. Dennoch ist bekannt, dass bei Organtransplantationen und Bluttransfusionen oder während einer Schwangerschaft Viren von Mensch zu Mensch, respektive von Mutter zu Kind, gelangen können.

Symptome sind meist unauffällig

Die Mehrheit der infizierten Personen entwickelt keine Beschwerden. Daher ist es auch schwierig, die tatsächliche Verbreitung der Erkrankung zu erfassen. Circa 25 Prozent der Patienten mit West-Nil-Virus haben Symptome einer leichten Grippe:

  • plötzliches Fieber
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Schüttelfrost
  • angeschwollene Lymphknoten
  • Abgeschlagenheit

Die Hälfte der Betroffenen entwickelt außerdem einen fleckigen Hautausschlag, der sich vom Rumpf auf die Gliedmaßen ausbreitet. In über 99 Prozent der Fälle verschwinden die Symptome des West-Nil-Virus ungefähr nach 5 Tagen von allein wieder. Nur weniger als ein Prozent der Patienten leidet unter einem schweren Verlauf mit Gehirnentzündung (Enzephalitis) oder einer Hirnhautentzündung (Meningitis). Dann treten Lähmungserscheinungen, Muskelschwäche, epileptische Anfälle oder Seh- und Hörstörungen auf. Diese Komplikationen treffen vor allem ältere Menschen mit Vorerkrankungen.

Der beste Schutz: Mückenstichen vorbeugen

Eine ursächliche Behandlung des West-Nil-Fiebers gibt es nicht. Es können lediglich die Symptome gelindert werden. Impfungen gegen das West-Nil-Virus gibt es derzeit nur für Pferde. An einer Impfung für Menschen wird geforscht.

Der wirksamste Schutz vor einer Infektion ist es, Mückenstichen vorzubeugen. Mückensprays haben sich dafür am besten bewährt. Der Inhaltsstoff DEET in Anti Brumm® Forte hält Mücken bis zu 6 Stunden fern. Es wurde vom Schweizer Tropeninstitut getestet und eignet sich auch speziell für Reisen in die Tropen. Ansonsten sollten Sie auf lange Kleidung achten und nachts unter einem Moskitonetz schlafen.