Zecken: Die wichtigsten Fakten

Zecken: Die wichtigsten Fakten

Zecken sind auf der ganzen Welt verbreitet und können Krankheiten wie FSME und Borreliose übertragen. Doch wann ist eigentlich „Zeckensaison“? Muss man wirklich nur auf Wiesen und in Wäldern mit den kleinen Blutsaugern rechnen? Welche Krankheiten können Zecken übertragen? Und was sollte man über die tropische Riesenzecke wissen? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Häufig ist von einem „Zeckenbiss“ die Rede. Tatsächlich beißen Zecken aber nicht – sie stechen. Ihr Stechrüssel ist mit Widerhaken versehen, mit denen sie sich in an ihrem Wirt regelrecht „festhalten“ können. Ihr Saugakt kann bis zu 15 Tage andauern, wenn sie vorher nicht entdeckt und entfernt werden.

Zecken stechen am liebsten an dünnen, gut durchbluteten, feuchtwarmen Hautstellen zu. Besonders häufig findet man festgesaugte Tiere daher in Kniekehle, Armbeuge, Achsel, sowie im Bereich von Bauch, Brust und Schritt. Auch am Kopf, Haaransatz und Nacken lassen sich die Parasiten gerne für eine Blutmahlzeit nieder.

Zecken sind ab einer Temperatur von etwa 8 °C aktiv. Insofern kann es durchaus auch in kühleren Monaten zu Zeckenstichen kommen. Grundsätzlich ist jedoch im Frühling, Sommer und Herbst mit der höchsten Aktivität der Tiere zu rechnen.

Zecken leben nicht nur im Wald oder auf dem Land – auch im Garten, auf dem Fußballplatz, im Stadtpark oder im Freibad können die kleinen Blutsauger vorkommen. Entgegen einer verbreiteten Ansicht lassen sich Zecken nicht von Bäumen auf ihre Opfer fallen, sondern sie lauern in der Regel auf Grashalmen, auf Sträuchern oder im Gebüsch und lassen sich von ihrem Wirt abstreifen.
Erwachsene Zecken halten sich in der Regel in Bodennähe in einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern auf. Was viele nicht wissen: Auch im Gebirge können Zecken bis zu einer Höhe von ca. 1500 Metern über dem Meeresspiegel vorkommen.

Die häufigste Zecke hierzulande ist der „Gemeine Holzbock“. Diese Zeckenart hat keine Augen, kann also nicht sehen. Sie wird vor allem durch unsere Körperwärme, unseren Atem und bestimmte Duftstoffe angezogen. Um uns auf die Spur zu kommen, nutzt die Zecke zur Orientierung das sogenannte Haller´sche Organ. Dabei handelt es sich um spezielle Sensoren an den Vorderbeinen.

Nein. Zecken können nicht fliegen. Trotzdem schaffen es Exemplare der Tropenzecke von weit her bis nach Deutschland. Das liegt daran, dass sie Vögel als Wirtstiere nutzen. Wenn Zugvögel aus ihren warmen Winterquartieren nach Europa fliegen, nehmen sie die Parasiten unfreiwillig mit.

Eigentlich sind die tropischen Riesenzecken, auch Hyalomma-Zecken genannt, in Südeuropa, Afrika und Asien heimisch. Doch infolge der warmen Temperaturen scheinen sich die Spinnentiere mit den auffällig gestreiften Beinen auch hierzulande zunehmend wohlzufühlen. Anders als einheimische Zecken sind Tropenzecken aktive Jäger: Sie können ihr Opfer über mehrere hundert Meter verfolgen und zeigen damit ein völlig anderes Verhalten als die heimischen Zeckenarten. Zudem können sie Krankheitserreger übertragen, die das Fleckfieber und das Krim-Kongo-Fieber auslösen können. Mehr erfahren

Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) sind die beiden Krankheiten, die in Deutschland die größte Relevanz haben. Borreliose wird durch Bakterien verursacht, die durch den Zeckenbiss übertragen werden. FSME hingegen wird durch Viren ausgelöst. Darüber hinaus können Zecken auch weitere Erkrankungen übertragen. Mehr erfahren

Um sich vor Zeckenstichen – und damit vor der Übertragung gefährlicher Krankheitserreger – zu schützen, werden mehrere Maßnahmen empfohlen: Neben Zeckensprays wie Anti Brumm® Zecken Stopp ist auch die Einhaltung verschiedener Verhaltensregeln (z. B. Kleidung, abendliches Absuchen) wichtig. Gegen FSME kann man sich zudem auch impfen lassen. Schutz vor Zecken

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sollten Zecken möglichst zügig nach ihrer Entdeckung entfernt werden. Hierzu können verschiedene Hilfsmittel wie Pinzette, Zeckenzange oder Zeckenkarte verwendet werden. Der Stechapparat der Zecke sollte so nah wie möglich über der Haut gefasst und langsam herausgezogen werden. Wichtig ist, dass die Zecke nicht gequetscht wird, da sonst vermehrt infektiöse Sekrete in die Einstichstelle gelangen können. Nach dem Entfernen der Zecke sollte die Stelle sorgfältig desinfiziert werden. Falls es nicht gelingt, die Zecke vollständig zu entfernen, ist ein Arzt aufzusuchen. Das gilt auch, wenn sich die Stelle entzündet. Unverzüglich sollten Sie einen Arzt kontaktieren, wenn Sie einige Tage nach dem Zeckenstich eine Rötung oder Schwellung bemerken oder wenn grippeähnliche Symptome auftreten.

Leider ja. Am häufigsten erkranken Hunde an Borreliose. Anders als Menschen kann man Hunde aber gegen die Erkrankung impfen. Zecken können aber noch weitere Krankheitserreger übertragen, die für Hunde gefährlich sind. Dazu zählen Babesien und Anaplasmen. Selten kommt es bei den Vierbeinern zu einer FSME-Erkrankung. Grundsätzlich kann diese aber auch bei ihnen schwer verlaufen und auch zum Tode führen. Mit speziellen Anti-Zecken-Halsbändern können Sie Ihren Hund schützen. Da Zecken vom Haustier auch auf den Mensch übergehen können, schützen Sie so auch sich selbst.