Zecken und Borreliose

Zecken und Borreliose

Die sogenannte Lyme-Borreliose ist eine Erkrankung, die durch Borrelien (Bakterien) verursacht wird und sich mit ganz unterschiedlichen Symptomen äußern kann. In Deutschland sind Borrelien die am häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheitserreger.

  • Die Krankheit kann verschiedene Organsysteme betreffen, insbesondere die Haut, das Nervensystem und die Gelenke.
  • Im frühen Stadium tritt oft eine typische Wanderröte (Erythema migrans) auf. Dabei handelt es sich um eine Rötung rund um die Einstichstelle, die sich ringförmig ausbreitet. Es kann allerdings bis zu 28 Tage dauern, bis sich die Wanderröte zeigt – daher ist es wichtig, die Einstichstelle mehrere Wochen lang zu beobachten.
  • Auch Allgemeinbeschwerden wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen können auftreten.
  • Im weiteren Verlauf kann es zum Beispiel zu brennenden Nervenschmerzen, Taubheitsgefühlen, einer Gesichtslähmung oder Hirnhautentzündung kommen. Die Bakterien können auch das Herz befallen.
  • Monate bis Jahre nach der Infektion kann es zu chronischen Gelenkentzündungen (Lyme-Arthritis) kommen, die überwiegend die Kniegelenke betrifft. Manchmal entwickeln die Betroffenen auch Hautveränderungen an Nase, Fingern, Zehen, Armen oder Beinen: Die Haut wird dünn und pergamentartig.
  • Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt, kann es zu dauerhaften Schäden kommen.
  • Die Gefahr, sich durch einen Zeckenstich mit Borrelien zu infizieren, besteht deutschlandweit. Bis zu 30 Prozent der Zecken tragen die Erreger in sich.
  • Die Borreliose-Bakterien befinden sich im Darm der Zecke. Daher dauert es einige Stunden, bis die Erreger während des Saugvorgangs aus der Zecke in den menschlichen Organismus gelangen. Eine wichtige Schutzmaßnahme gegen eine Infektion ist daher ein frühzeitiges Auffinden und Entfernen der Zecke – nach dem Aufenthalt in der Natur sollte man sich daher gründlich absuchen.

Die Gefahr, sich durch einen Zeckenstich mit Borrelien zu infizieren, besteht deutschlandweit.

Um Zeckenstichen vorzubeugen werden verschiedene Maßnahmen empfohlen: Mit speziellen Anti-Zecken-Sprays wie Anti Brumm® Zecken Stopp und geeigneter Kleidung kann man sich vor Zeckenstichen schützen. Zusätzlich sollte man sich (und ggf. Familienmitglieder) nach jedem Aufenthalt im Grünen absuchen, damit man im Fall der Fälle schnell reagieren kann. Mehr erfahren über effektiven Zeckenschutz

Nein, es gibt keine Schutzimpfung gegen Borreliose.

Nach einem Zeckenstich gilt: Die Zecke schnellstmöglich (und ohne sie zu quetschen!) mit einer Pinzette, Zeckenkarte oder Zeckenzange entfernen. Falls um die Einstichstelle herum eine Rötung auftritt oder sich andere Symptome (z. B. Fieber, Kopfschmerzen) zeigen, ist ein Arztbesuch erforderlich.