Mückenschutz Übersicht

Mückenschutz

Weltweit gibt es rund 3.500 Stechmücken-Arten, etwa 50 davon leben hierzulande. Ihre Stiche sind nicht nur lästig, sondern können Krankheitserreger übertragen. Ob beim Picknick, Sport oder Grillabend – erfahren Sie hier, wie Sie sich und Ihre Familie wirksam schützen.

Mückenspray: Wirksamer Schutz gegen unangenehme Mückenstiche

Weibliche Mücken benötigen eine proteinreiche Ernährung für die Bildung und das Wachstum ihrer Eier – deshalb müssen sie regelmäßig Blut saugen. Angelockt werden sie von menschlichen Ausdünstungen: Schweiß und das Kohlendioxid in der ausgeatmeten Luft bringen die Stechmücken auf unsere Spur.

Genau hier setzen sogenannte Repellents (Mückensprays) an. Sie töten die Tiere nicht, sondern bilden einen unsichtbaren Duftmantel auf der Haut. Dieser wehrt Stechmücken durch seinen Geruch zuverlässig ab und verhindert, dass die Blutsauger die Lockstoffe wahrnehmen, die sie auf die Spur ihrer potenziellen Opfer bringen. Damit zählen Mückensprays zu den wirksamsten Möglichkeiten zum Schutz vor Mückenstichen.

Welche Wirkstoffe werden für eine effektive Insektenabwehr empfohlen?

DEET (Diethyltoluamid): Dieser Wirkstoff, der auch in Anti Brumm® Forte und Anti Brumm® Ultra Tropical enthalten ist, wird seit Jahrzehnten als Mückenschutzmittel eingesetzt und von der Weltgesundheitsorganisation WHO als ein Goldstandard der Insektenabwehrstoffe für Tropengebiete empfohlen.

Icaridin: Der Wirkstoff Icaridin (z. B. in Anti Brumm® Kids Sensitive enthalten) ist im Hinblick auf seine Schutzwirkung mit DEET vergleichbar.

Eucalyptus citriodora Öl: Wer Mückenmittel auf Basis von Eucalyptus citriodora Öl bevorzugt, dem steht mit Anti Brumm® Naturel eine wirksame Alternative zur Verfügung: Der enthaltene Wirkstoff wehrt Insekten durch seinen zitronig-frischen Duft zuverlässig ab.

Gut zu wissen: Sowohl DEET als auch Icaridin halten nicht nur Stechmücken zuverlässig fern, sondern wirken auch gegen Zecken. Die Schutzdauer ist je nach Konzentration der enthaltenen Wirkstoffe unterschiedlich.

Was hilft noch gegen Mücken?

Zusätzlich zu einem effektiven Mückenschutzmittel werden weitere Verhaltensregeln zum Schutz vor Mückenstichen empfohlen:

  • Die richtige Kleidung wählen: Langärmelige Oberteile und lange Hosen – am besten aus hellen, festen Stoffen – können ebenfalls zum Mückenschutz beitragen. Achten Sie auch auf festes Schuhwerk.
  • Die Umgebung von stehenden Gewässern meiden: Egal ob Badesee, Gartenteich oder Regentonne – stehende Gewässer werden von Mücken als Brutstätte genutzt. Daher treten sie gerade dort oft in Schwärmen auf.
  • Stechzeit der Mücken beachten: Hierzulande sind die meisten Mücken vor allem in der Dämmerung oder nachts aktiv.
    Auf Hygiene achten: Mücken werden von menschlichen Ausdünstungen angezogen. Duschen Sie daher am besten, bevor Sie zum Grillabend oder zur Party am See gehen – so reduzieren Sie Ihre Anziehungskraft auf die stechlustigen Biester.
  • Bei starker Insektenbelastung: Sie leben in einem Gebiet, in dem Mücken immer wieder zum Problem werden? Dann ist es ratsam, engmaschige Fliegengitter an Fenstern und Türen anzubringen, um die Blutsauger möglichst draußen zu halten.

In unseren Breitengraden lösen Mückenstiche (zumeist) nur Quaddeln und einen unangenehmen Juckreiz aus. In Risikogebieten wie Afrika, Asien oder Südamerika übertragen Stechmücken allerdings oft Erreger, die gefährliche Erkrankungen auslösen können wie Malaria, Gelbfieber oder Dengue. Für Reisen in solche Regionen werden daher spezielle Maßnahmen zum Mückenschutz empfohlen. Mehr zum Thema Insektenschutz auf Reisen.

Gut zu wissen: Treten nach einem Mückenstich übermäßige Hautreaktionen oder gar Fieber auf, ist ein Arztbesuch wichtig. Das gilt auch, wenn sich nach einer Reise in die Tropen unklare Symptome einstellen.

Sogenannte Repellents zählen zu den wirksamsten Möglichkeiten zum Schutz vor Mückenstichen.

Mückenschutz bei Kindern

Auch bei Kindern ist ein wirksamer Mückenschutz wichtig. Geeignete Repellents wie Anti® Brumm Kids Sensitive schützen effektiv vor Stechmücken. Folgende Hinweise sollten Sie bei der Auswahl und Anwendung von Repellents für Kinder beachten:

  • Achten Sie grundsätzlich auf die Altersbegrenzung des Präparats (Anti Brumm® Kids Sensitive ist für Kinder ab 1 Jahr geeignet).
  • Verwenden Sie das Produkt immer sparsam.
  • Insektenschutzmittel dürfen nicht von Kindern selbst aufgetragen werden – das muss ein Erwachsener übernehmen.
  • Das Spray zunächst in die eigenen Hände sprühen und es erst dann im Gesicht des Kindes verteilen. So lässt sich der versehentliche Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden.
  • Das Mittel nicht auf die Hände von Kindern auftragen, denn ansonsten kann es versehentlich in die Augen gerieben oder geschluckt werden.
  • Wird der Mückenschutz nicht mehr benötigt, sollten die Reste des Mittels abgewaschen werden.

Ergänzend empfiehlt es sich, Kinder auch mit geeigneter Kleidung zu schützen und ggf. ein Moskitonetz über dem Bett oder dem Kinderwagen anzubringen.

Was sind die wichtigsten Fakten über Mücken?

Egal ob am heimischen Badesee, beim Grillabend mit Freunden oder im Urlaub – Mückenstiche können einem die schönen Sommertage ziemlich vermiesen. Doch wieso stechen Mücken eigentlich? Wann sind sie besonders aktiv? Und welche Krankheiten können durch Mückenstiche übertragen werden? Die wichtigsten Fakten haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Stechmücken ernähren sich normalerweise von Pflanzensäften. Die Mückenweibchen benötigen allerdings für die Bildung und das Wachstum ihrer Eier eine proteinreiche Ernährung – deshalb sind sie darauf angewiesen, regelmäßig Blut zu saugen.

Mücken werden von menschlichen Ausdünstungen wie Schweiß oder Atemluft (Kohlendioxid) angelockt. Allerdings sind die Abbauprodukte, die entstehen, wenn Schweiß auf der Haut zersetzt wird, bei jedem anders. Auch die Menge an ausgeatmetem Kohlendioxid unterscheidet sich. So lässt sich erklären, warum manche Menschen häufiger als andere gestochen werden.

Das hängt von der jeweiligen Mückenart ab: Während Kriebelmücken und Bremsen tagsüber aktiv sind, ist die Stechlust bei der Gemeinen Stechmücke und der Malaria-Mücke abends und nachts am größten. Die Gelbfiebermücke ist zwar vorwiegend tagsüber aktiv, aber auch nachts kann es einen erwischen. Die Asiatische Tigermücke ist eine äußerst aggressive Stechmücke, die sowohl in der Dämmerung als auch tagsüber sticht.

Damit die Mücke „in Ruhe“ Blut saugen kann, gibt sie beim Stich ein Sekret ab, das die Blutgerinnung hemmt und örtlich betäubend wirkt. Der Insektenspeichel löst eine Abwehrreaktion des Immunsystems aus: Der Körper setzt den Botenstoff Histamin frei, der dazu führt, dass die betroffene Stelle anschwillt, sich rötet und juckt. Kratzt der Betroffene den Mückenstich auf, kann es leicht zu einer Infektion kommen und der Stich kann sich entzünden. Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang von einer Sekundärinfektion.

Normalerweise entwickeln sich nach einem Mückenstich kleinere, juckende Quaddeln. Bei manchen Menschen kann es jedoch zu großen Quaddeln und Rötungen an der Einstichstelle kommen. Dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine Allergie gegen Mückenstiche handeln könnte. Echte allergische Reaktionen auf Mückenspeichel sind allerdings im Gegensatz zu Allergien gegen Bienen- und Wespengift selten. Wer bei sich beobachtet, dass Mückenstiche auffällige Hautreaktionen auslösen, sollte sich im Zweifel an einen Arzt wenden – und sich vorbeugend besonders gut gegen die Stiche der blutsaugenden Plagegeister schützen.

Beim Stich können über den Stachel Erreger übertragen werden, die die Mücke zuvor zum Beispiel bei einer Landung auf Hundekot, Pferdemist oder einem Kuhfladen „aufgesammelt“ hat. Da es hierzulande jedoch relativ selten zu einer Erkrankung kommt, geht man davon aus, dass das Immunsystem von Gesunden mit der wahrscheinlich geringen Anzahl an Erregern gut fertig wird.
Ganz anders sieht das bei tropischen Mücken aus. Sie tragen häufig gefährliche Erreger in sich, die sie beim Stich auf den Menschen übertragen. So können ernste Erkrankungen wie Malaria, Gelbfieber sowie das Zika- oder Dengue-Fieber ausgelöst werden.

Die Globalisierung und der Klimawandel begünstigen die Verbreitung von tropischen Mücken in Teilen Europas. So ist etwa die Asiatische Tigermücke vor allem in Italien, Südfrankreich und Südspanien bereits etabliert. Auch in Deutschland werden seit einigen Jahren immer wieder Stechmücken nachgewiesen, die ursprünglich in exotischen Ländern beheimatet sind und z. B. das Dengue-, Chikungunya- oder Zikavirus oder andere Krankheitserreger übertragen können. Das Umweltbundesamt schätzt das Risiko einer Infektion mit tropischen Erregern in Deutschland derzeit als äußerst gering ein. Da sich aber die Erreger durch infizierte Reisende auch hierzulande verbreiten können, kann eine Ansteckung nicht völlig ausgeschlossen werden.

Einen zuverlässigen Schutz bieten Mückensprays mit den Wirkstoffen DEET, Icaridin oder Eucalyptus citriodora Öl. Sie werden auf die unbedeckten Hautstellen aufgetragen. Die richtige Kleidung und Körperhygiene (Mücken werden von menschlichem Schweiß angezogen) bieten zusätzlichen Schutz. Insbesondere in den Tropen sind in der Regel weitere Schutzmaßnahmen erforderlich.

Welches Mückenschutzmittel im Einzelfall geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Für einen sicheren Mückenschutz werden meist Präparate mit Wirkstoffen wie DEET (z. B. in Anti Brumm® Forte und Anti Brumm® Ultra Tropical) oder Icaridin (z. B. in Anti Brumm® Kids Sensitive) empfohlen. Als Alternative auf Basis von Eucalyptus citriodora Öl® steht Anti Brumm® Naturel zur Verfügung. Die Wirksamkeit der vier Anti Brumm® Präparate wurde vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) bestätigt.

Um die Hautreaktionen etwas einzudämmen, wird empfohlen, die Einstichstelle für wenige Sekunden mit punktueller Wärme zu behandeln. Das soll die Proteine des Mückenspeichels zerstören, die die körperliche Abwehrreaktion auslösen, und die Weiterleitung des Juckreizes an das Gehirn hemmen. Danach kann durch kühlende Anwendungen der Juckreiz gelindert werden. Wichtig: Nicht kratzen! Ansonsten kann sich die Wunde infizieren und entzünden – der Heilungsprozess verzögert sich.

Hierzulande sind Mückenstiche zwar lästig und unangenehm, aber in der Regel harmlos. Falls es zu einer ungewöhnlich starken Schwellung oder Fieber kommt, sollten Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache halten. Das gilt auch, wenn sich ein Mückenstich entzündet. Sollten nach Fernreisen unklare Symptome auftreten, ist grundsätzlich ein Arztbesuch erforderlich, um die möglichen Ursachen rasch abklären zu lassen.

Mythos oder Wahrheit?

Um die lästigen Blutsauger ranken sich viele Mythen – doch was stimmt wirklich?

Das stimmt nicht. Stechmücken werden von unseren körperlichen Ausdünstungen angezogen. Unwiderstehlich finden die kleinen Biester vor allem Schweiß. Doch auch Körperwärme und das Kohlendioxid, das wir ausatmen, bringen die Mücken auf unsere Spur.

Das stimmt. Grundsätzlich ernähren sich sowohl männliche als auch weibliche Stechmücken von Pflanzensäften und Nektar. Für die Bildung und das Wachstum ihrer Eier benötigen die Mückenweibchen allerdings proteinreiche Nahrung. Deshalb müssen sie für regelmäßige Blutmahlzeiten sorgen.

Das stimmt nicht. Weltweit gibt es rund 3.500 verschiedene Arten von Stechmücken. Hierzulande leben etwa 50 davon. Diese heimischen Exemplare sind weitestgehend harmlos. Exoten wie z. B. die Asiatische Tigermücke oder die Malaria-Mücke sind hingegen als Überträger gefährlicher Krankheiten bekannt.

Das stimmt nicht. Immer wieder gelangen auch Stechmücken aus den Tropen in unsere Gefilde. Das Problem: Die exotischen Blutsauger können Krankheiten übertragen. Im Jahr 2019 wurde erstmals ein Fall von West-Nil-Fieber bekannt, bei dem der Betroffene infolge eines Mückenstichs in Deutschland erkrankte.

ALLERGIE NACH MÜCKENSTICH?

Nach einem Mückenstich bilden sich meist Quaddeln und die Haut rötet sich – manchmal sind die Hautreaktionen auch sehr ausgeprägt. Eine echte allergische Reaktion auf Mückenstiche ist zwar relativ selten. Falls Sie jedoch zu starken Hautreaktionen neigen, sollten Sie auf einen wirksamen Mückenschutz achten und im Zweifel einen Arzt um Rat fragen

Tipps zum Mückenschutz

Repellents vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

* Gewährleistungsmarkentest BNITM 2025 (ausgenommen Anti Brumm Zecken Stopp und Anti Brumm Lotion); www.antibrumm.de