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Zecken lassen sich grundsätzlich das ganze Jahr über finden, ihre größte Aktivität zeigen sie aber von den ersten warmen Frühlingstagen bis in den Herbst hinein.1 Gestochen werden kann grundsätzlich jeder, der sich im Wald, auf einer Wiese oder im Garten aufhält. Für manche Menschen lohnt sich beim Schutz jedoch ein besonders genauer Blick, weil sich ihre Ausgangslage unterscheidet. Bei Kindern, Schwangeren und Senioren spielen jeweils eigene Faktoren eine Rolle, die den Zeckenschutz umso wichtiger machen.
Beim Schutz vor Zecken stehen Repellents an erster Stelle: auf die Haut aufgetragene Mittel, die dabei helfen, Zecken fernzuhalten. Sie lassen sich flexibel bei jedem Ausflug ins Grüne einsetzen und eignen sich für Kinder, Schwangere und Senioren gleichermaßen, sofern Sie den passenden Wirkstoff wählen. Ergänzend steht gegen FSME eine Impfung zur Verfügung.3
Repellents wirken über die Haut, ohne die Zecke abzutöten. Sowohl Anti Brumm® Zecken Stopp als auch Anti Brumm® Lotion setzen dabei auf eine Kombination aus zwei Wirkstoffen. Der erste Wirkstoff, Icaridin, zählt zu den wirksamsten Repellents. Es bildet einen unsichtbaren Duftmantel auf der Haut, der den Geruchssinn der Zecken stört. So sorgt es dafür, dass Zecken menschliche Ausdünstungen wie Schweiß kaum noch wahrnehmen können. Dabei verbleibt Icaridin größtenteils auf der Hautoberfläche und wird kaum aufgenommen.
Der zweite Wirkstoff Eucalyptus citriodora Öl wird aus dem Zitronen-Eukalyptus gewonnen. Es zählt zu den wirksamsten pflanzlichen Mitteln gegen Mücken und Zecken. In Kombination erreichen die beiden Wirkstoffe einen besonders effektiven Schutz vor Zecken.
Für alle drei Personengruppen eignen sich beide Produkte. Anti Brumm® Zecken Stopp ist ein Spray, das Zecken bis zu acht Stunden fernhält und sich auch auf die Kleidung sprühen lässt. Anti Brumm® Lotion schützt bis zu vier Stunden vor Zecken. Sie wird wie eine typische Lotion aufgetragen.
Gegen FSME schützt eine Impfung, die die Ständige Impfkommission (STIKO) für Menschen empfiehlt, die in Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind.3 Gegen Borreliose gibt es dagegen bislang keine Impfung.2
Wie gut die einzelnen Personengruppen geschützt sind, fällt sehr unterschiedlich aus. Am höchsten ist die Impfquote bei Kindern und Jugendlichen. Bei Erwachsenen fällt sie deutlich ab, und ältere Menschen sind hierzulande schlechter geschützt als Kinder.2 Ein Grund dafür wird oft unterschätzt: die Auffrischungsimpfung. Erst mit einer vollständigen Grundimmunisierung und regelmäßigen Auffrischungen bleibt der Schutz dauerhaft erhalten. Das zeigt sich auch in den Erkrankungszahlen. Von den im Jahr 2025 übermittelten FSME-Fällen waren 98 % gar nicht oder nur unzureichend geimpft, ihnen fehlte also die vollständige Grundimmunisierung oder eine Auffrischung.3
Bei den einzelnen Gruppen gilt es, einige Punkte zu beachten:
Es gibt bei der Anwendung von Repellentien ein paar Dinge, die man unbedingt beachten sollte.
Für Schwangere gelten bei Zeckenstichen einige Besonderheiten, die den Schutz umso wichtiger machen. Ein guter Zeckenschutz ist die sinnvollste Vorsorge gegen Borreliose und FSME. Zeckensprays wie Anti Brumm® Zecken Stopp senken das Risiko, gestochen zu werden, sodass eine Behandlung oder mögliche Folgen im besten Fall ganz ausbleiben.
In der Schwangerschaft sind nicht alle Antibiotika geeignet, mit denen eine Borreliose üblicherweise behandelt wird. Doxycyclin etwa, eines der gängigen Mittel, darf ab der 15. Woche nicht mehr eingesetzt werden. Behandeln lässt sich eine Borreliose dann weiterhin effektiv (z.B. mit Amoxicillin), die Auswahl an Wirkstoffen ist jedoch kleiner.2, 7
Eine durch Zecken übertragene Infektion sollte dennoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Große Studien weisen bei einer Borreliose-Erkrankung der Mutter zwar kein erhöhtes Risiko für Missbildungen oder Frühgeburten nach. Die Bakterien können jedoch über den Mutterkuchen zum ungeborenen Kind gelangen.7 Deshalb muss eine mütterliche Borrelieninfektion stets ärztlich behandelt werden.
Auch bezüglich der FSME ist Vorsicht geboten: Eine Übertragung des Virus auf das Ungeborene erscheint grundsätzlich möglich, wenngleich ein solcher Fall bislang noch nicht beschrieben wurde. Welche gesundheitlichen Folgen dies für das Kind hätte, ist jedoch völlig unklar.1
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, bei einer FSME-Infektion einen schweren Verlauf mit Komplikationen zu erleiden.3 Die Zahl der Erkrankungen nimmt ab etwa 40 Jahren deutlich zu, und ältere Menschen sind dabei stärker gefährdet als Kinder.3 Das ist besonders relevant, da es gegen FSME als Viruserkrankung keine gezielte medikamentöse Behandlung gibt.1 Lediglich die Symptome lassen sich lindern. Ein guter Schutz vor Stichen und ein gründliches Absuchen nach Zecken sind daher die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen.
Falls Sie trotz aller Sicherheitsvorkehrungen doch eine Zecke bei sich oder Ihrem Kind entdecken, ist schnelles Handeln wichtig, um die Übertragung von möglichen Krankheitserregern zu minimieren.
Repellents vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
* Gewährleistungsmarkentest BNITM 2025 (ausgenommen Anti Brumm Zecken Stopp und Anti Brumm Lotion); www.antibrumm.de
1 RKI – Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Zecken, Zeckenstich, Infektion (2024). https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Zecken/Zecken.html. Letzter Zugriff: 03.07.2026
2 RKI – Ratgeber Lyme-Borreliose (2025). https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_LymeBorreliose.html. Letzter Zugriff: 03.07.2026.
3 RKI – Epidemiologisches Bulletin – FSME: Risikogebiete in Deutschland (2026). https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2026/09_26.pdf. Letzter Zugriff: 03.07.2026.
4 Auswärtiges Amt – Schutz vor Insekten (Stand: März 2026). https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/reise-gesundheit/schutz-vor-insekten-2564658. Letzter Zugriff: 03.07.2026.
5 RKI – Antworten auf häufig gestellte Fragen zur FSME-Impfung (2026). https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/FSME-Impfung/FSME-Impfung.html. Letzter Zugriff: 06.07.2026.
6 Infektionsschutz.de – Erregersteckbrief Borreliose (2021). www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/borreliose/. Letzter Zugriff: 03.07.2026.
7 Prof. Dr. med. P. Altmeyer: Altmeyers Enzyklopädie – Lyme-Borreliose und Schwangerschaft (2024). https://www.altmeyers.org/de/dermatologie/lyme-borreliose-und-schwangerschaft-111612. Letzter Zugriff: 03.07.2026.