Zeckenschutz Übersicht

Zeckenschutz

Zecken sind keine Insekten, sondern Spinnentiere mit acht Beinen. Bis zu 15 Tage lang saugen sie sich an Mensch oder Tier fest und können dabei Erreger von Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen. Ob beim Wandern, im Garten oder am Badesee – so schützen Sie sich wirksam.

Zeckenspray: Wirksamer Schutz gegen Zeckenstiche

Mit einem geeigneten Mittel gegen Zecken, auch Repellent genannt, können Sie sich die gefährlichen Parasiten vom Leib halten, ohne sie zu vergiften.

Anti Brumm® Zecken Stopp ist ein speziell entwickeltes Zeckenspray, das Zecken mit doppelter Wirkstoff-Kraft abwehrt: Mit der Kombination aus den Wirkstoffen Icaridin und Eucalpytus citriodora Öl bietet es langanhaltenden Schutz: Bis zu acht Stunden hält das Spray Zecken fern.

Falls Sie zusätzlich auch einen Mückenschutz benötigen, bietet Anti Brumm® verschiedene Präparate, die gleichzeitig gegen Mücken und Zecken wirken.

Erfahren Sie hier mehr, wie Zeckensprays wirken und was Sie bei der Anwendung beachten sollten.

Impfung gegen Zecken?

Eine Impfung, die Zeckenstiche vermeiden könnte, gibt es nicht. Allerdings kann man sich gegen FSME impfen lassen – dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die durch Zecken auf den Menschen übertragen werden kann. Sie kann eine Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns und des Rückenmarks auslösen und zu schweren Komplikationen bis hin zum Tode führen. Die Impfung wird insbesondere für Menschen empfohlen, die in einem FSME-Risikogebiet leben oder in ein Risikogebiet reisen und Kontakt mit Zecken haben könnten. Gegen Borreliose steht keine Impfung zur Verfügung.

Was hilft noch gegen Zecken?

Effektiver Zeckenschutz
Zecken sind nicht nur auf dem Land und im Wald verbreitet – auch im Garten, auf dem Fußballplatz oder im Freibad kommen sie vor.

Achten Sie auf geeignete Kleidung, wenn Sie in der Natur unterwegs sind. Lange Hosen und langärmelige Oberteile bieten einen gewissen Schutz. Helle Stoffe haben den Vorteil, dass man die dunklen Zecken leichter bemerkt, wenn sie auf der Kleidung krabbeln. Feste Schuhe und Socken sind ebenfalls wichtig.

Zecken sind nicht nur auf dem Land und im Wald verbreitet – auch im Garten, auf dem Fußballplatz oder im Freibad kommen sie vor.

Warum ist das Absuchen des Körpers so wichtig?

Nach dem Aufenthalt in der Natur sollte man sich (und ggf. auch Familienmitglieder) gründlich nach Zecken absuchen. Oft krabbeln die Blutsauger nämlich auf der Suche nach einer geeigneten Einstichstelle noch lange auf dem Körper oder auf der Kleidung umher. Daher stehen die Chancen gar nicht schlecht, die Zecke noch rechtzeitig zu finden. Und auch wenn die Zecke bereits zugestochen hat: Wird sie rasch entdeckt und entfernt, kann man mit etwas Glück noch eine Ansteckung mit Borreliose vermeiden. Denn die Erreger gelangen in der Regel erst einige Stunden, nachdem die Zecke zugestochen hat, aus ihrem Darm in den Speichel. Das frühzeitige Entfernen der Zecke hilft allerdings nicht gegen eine Übertragung von FSME-Viren – diese sind in den Speicheldrüsen des Tieres enthalten und werden direkt übertragen.

Kontrollieren Sie vor allem den Haaransatz, den Bereich hinter den Ohren, Hals, Nacken, Achselhöhlen, Ellenbeugen, Bauchnabel, Leistengegend, Beine und Kniekehlen – weil diese Stellen warm sind und die Haut dort dünn ist, stechen die Biester hier besonders gerne zu. Suchen Sie auch weiter, wenn Sie bereits eine Zecke gefunden haben, denn es könnten noch mehr Parasiten unterwegs sein.

Zeckenstich – was tun?

Falls Sie trotz aller Schutzmaßnahmen doch einmal eine Zecke finden, die sich festgesaugt hat, sollten Sie diese so schnell wie möglich entfernen. Verwenden Sie dazu ein geeignetes Hilfsmittel wie zum Beispiel eine Pinzette, eine Zeckenzange oder eine Zeckenkarte. Falls kein solches Instrument zur Hand ist, wird empfohlen, die Zecke trotzdem sofort zu entfernen (z. B. mit dem Fingernagel). Greifen Sie dazu die Zecke möglichst nah über der Hautoberfläche, also an ihren Mundwerkzeugen und nie am Körper! Ziehen Sie sie langsam und gerade heraus. Gehen Sie dabei behutsam vor und vermeiden Sie es, die Zecke zu quetschen. Ansonsten können noch mehr Krankheitserreger in die Wunde gelangen.

  • Vor dem Entfernen: Keinesfalls Öl oder Klebstoff auf die Zecke geben – das kann dazu führen, dass das Tier in Alarmbereitschaft versetzt wird und dann noch mehr infektiösen Speichel abgibt.
  • Nach dem Entfernen: Die Wunde sorgfältig desinfizieren und die Einstichstelle über die nächsten Tage und Wochen genau beobachten. Falls eine Rötung auftritt, muss unverzüglich ein Arzt kontaktiert werden. Das gilt auch bei Allgemeinsymptomen wie z. B. Fieber nach einem Zeckenstich.

Falls es Ihnen nicht gelingt, die Zecke vollständig zu entfernen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Auch Haustiere vor Zecken schützen

Zecken nutzen auch Hunde und Katzen als Wirt. Allzu oft bringen die Vierbeiner auch Zecken mit nach Hause, die sich noch gar nicht festgesaugt haben, sondern noch auf der Suche nach einer geeigneten Einstichstelle im Fell krabbeln. Wenn sie sich vom Tier abfallen lassen, können sie auch auf den Menschen übergehen. Denken Sie daher auch an eine geeignete Zeckenabwehr für Ihr Haustier (z. B. Zeckenhalsband) – damit schützen Sie auch sich selbst und Ihre Familie!

Was sind die wichtigsten Fakten über Zecken?

Zecken sind auf der ganzen Welt verbreitet und können Erreger übertragen, die Krankheiten wie FSME und Borreliose auslösen können. Doch wann ist eigentlich „Zeckensaison“? Muss man wirklich nur auf Wiesen und in Wäldern mit den kleinen Blutsaugern rechnen? Welche Krankheiten können Zecken übertragen? Und was sollte man über die tropische Riesenzecke wissen? Antworten auf diese Fragen finden Sie in unseren Zecken-Fakten.

Häufig ist von einem „Zeckenbiss“ die Rede. Tatsächlich beißen Zecken aber nicht – sie stechen. Ihr Stechrüssel ist mit Widerhaken versehen, mit denen sie sich an ihrem Wirt regelrecht „festhalten“ können. Ihr Saugakt kann bis zu 15 Tage andauern, wenn sie vorher nicht entdeckt und entfernt werden.

Zecken stechen am liebsten an dünnen, gut durchbluteten, feuchtwarmen Hautstellen zu. Besonders häufig findet man festgesaugte Tiere daher in Kniekehle, Armbeuge, Achsel sowie im Bereich von Bauch, Brust und Schritt. Auch am Kopf, Haaransatz und Nacken lassen sich die Parasiten gerne für eine Blutmahlzeit nieder.

Zecken sind ab einer Temperatur von etwa 8 °C aktiv. Insofern kann es durchaus auch in kühleren Monaten zu Zeckenstichen kommen. Grundsätzlich ist jedoch im Frühling, Sommer und Herbst mit der höchsten Aktivität der Tiere zu rechnen.

Zecken leben nicht nur im Wald oder auf dem Land – auch im Garten, auf dem Fußballplatz, im Stadtpark oder im Freibad können die kleinen Blutsauger vorkommen. Entgegen einer verbreiteten Ansicht lassen sich Zecken nicht von Bäumen auf ihre Opfer fallen, sondern sie lauern in der Regel auf Grashalmen, auf Sträuchern oder im Gebüsch und lassen sich von ihrem Wirt abstreifen.

Erwachsene Zecken halten sich in der Regel in Bodennähe in einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern auf. Was viele nicht wissen: Auch im Gebirge können Zecken bis zu einer Höhe von ca. 1500 Metern über dem Meeresspiegel vorkommen.

Die häufigste Zecke hierzulande ist der „Gemeine Holzbock“. Diese Zeckenart hat keine Augen, kann also nicht sehen. Sie wird vor allem durch unsere Körperwärme, unseren Atem und bestimmte Duftstoffe angezogen. Um uns auf die Spur zu kommen, nutzt die Zecke zur Orientierung das sogenannte Haller'sche Organ. Dabei handelt es sich um spezielle Sensoren an den Vorderbeinen.

Der Ausdruck „fliegende Zecke” meint meist die Hirschlausfliege. Sie ist keine Zecke, aber ebenfalls ein Parasit, der sich an einem Wirt festbeißt und Blut saugt.

Zecken können nicht fliegen. Einige Arten wie die Tropenzecke kommen jedoch mit Zugvögeln aus wärmeren Regionen nach Deutschland.

Eigentlich sind die tropischen Riesenzecken, auch Hyalomma-Zecken genannt, in Südeuropa, Afrika und Asien heimisch. Doch infolge der warmen Temperaturen scheinen sich die Spinnentiere mit den auffällig gestreiften Beinen auch hierzulande zunehmend wohlzufühlen. Anders als einheimische Zecken sind Tropenzecken aktive Jäger: Sie können ihr Opfer über mehrere hundert Meter verfolgen und zeigen damit ein völlig anderes Verhalten als die heimischen Zeckenarten. Zudem können sie Krankheitserreger übertragen, die das Fleckfieber und das Krim-Kongo-Fieber auslösen können.

Zu den Zeckenarten im Überblick

Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) sind die beiden Krankheiten, die in Deutschland die größte Relevanz haben. Borreliose wird durch Bakterien verursacht, die durch den Zeckenstich übertragen werden. FSME hingegen wird durch Viren ausgelöst. Darüber hinaus können Zecken auch weitere Erkrankungen übertragen.

Um sich vor Zeckenstichen – und damit vor der Übertragung gefährlicher Krankheitserreger – zu schützen, werden mehrere Maßnahmen empfohlen: Neben Zeckensprays wie Anti Brumm® Zecken Stopp ist auch die Einhaltung verschiedener Verhaltensregeln (z. B. Kleidung, abendliches Absuchen) wichtig. Gegen FSME kann man sich zudem auch impfen lassen. 

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sollten Zecken möglichst zügig nach ihrer Entdeckung entfernt werden. Hierzu können verschiedene Hilfsmittel wie Pinzette, Zeckenzange oder Zeckenkarte verwendet werden. Der Stechapparat der Zecke sollte so nah wie möglich über der Haut gefasst und langsam herausgezogen werden. Wichtig ist, dass die Zecke nicht gequetscht wird, da sonst vermehrt infektiöse Sekrete in die Einstichstelle gelangen können. Nach dem Entfernen der Zecke sollte die Stelle sorgfältig desinfiziert werden. Falls es nicht gelingt, die Zecke vollständig zu entfernen, ist ein Arzt aufzusuchen. Das gilt auch, wenn sich die Stelle entzündet. Unverzüglich sollten Sie einen Arzt kontaktieren, wenn Sie einige Tage nach dem Zeckenstich eine Rötung oder Schwellung bemerken oder wenn grippeähnliche Symptome auftreten.

Leider ja. Am häufigsten erkranken Hunde an Borreliose. Anders als Menschen kann man Hunde aber gegen die Erkrankung impfen. Zecken können aber noch weitere Krankheitserreger übertragen, die für Hunde gefährlich sind. Dazu zählen Babesien und Anaplasmen. Selten kommt es bei den Vierbeinern zu einer FSME-Erkrankung. Grundsätzlich kann diese aber auch bei ihnen schwer verlaufen und auch zum Tode führen. Mit speziellen Anti-Zecken-Halsbändern können Sie Ihren Hund schützen. Da Zecken vom Haustier auch auf den Menschen übergehen können, schützen Sie so auch sich selbst.

Mythos oder Wahrheit?

Um die blutsaugenden Parasiten ranken sich viele Mythen – doch was stimmt wirklich?

Das stimmt nicht! Die kleinen Blutsauger lauern in der Regel im hohen Gras oder im Gebüsch und lassen sich von dort abstreifen.

Das stimmt nicht – häufig bleibt ein Zeckenstich zunächst unbemerkt. Das hat einen Grund: Denn wenn das kleine Tier zum Blutsaugen ansetzt, betäubt es die Stichstelle mit Substanzen aus seinem Speichel. So steigt die Chance, unentdeckt zu bleiben und möglichst lange Blut zu saugen.

Das stimmt nicht. Ausgewachsene Zecken haben acht Beine und zählen zu den Spinnentieren. Sie entwickeln sich über das sogenannte Nymphenstadium aus Zeckenlarven. Letztere haben nur drei Beinpaare und sind deutlich kleiner, sehen den ausgewachsenen Exemplaren aber schon sehr ähnlich.

Das stimmt nicht. Auch im Gebirge können Zecken bis zu einer Höhe von etwa 1.500 Metern über dem Meeresspiegel vorkommen.
 

Das stimmt teilweise! Die Erreger der Borreliose werden tatsächlich erst mehrere Stunden nach dem Stich übertragen. Denn sie leben im Darm der Zecke und müssen von dort den Weg zur Einstichstelle finden. Anders sieht es bei FSME-Viren aus – sie werden direkt mit dem Speichel der Blutsauger übertragen.

Das stimmt nicht! Auf der Suche nach einer geeigneten Einstichstelle krabbeln Zecken zunächst auf dem Körper bzw. der Kleidung umher. Wer sich also nach dem Aufenthalt in der Natur absucht, hat gute Chancen, die kleinen Tierchen zu finden, noch bevor sie zum Blutsaugen ansetzen.

Praktische Tipps gegen Zecken

Repellents vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

* Gewährleistungsmarkentest BNITM 2025 (ausgenommen Anti Brumm Zecken Stopp und Anti Brumm Lotion); www.antibrumm.de