FSME-Risikogebiete in Deutschland

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die das zentrale Nervensystem befallen kann. Wer in einem Risikogebiet lebt oder reist, sollte wissen, wie hoch das Risiko ist und wie man sich schützt.

Wo liegen die FSME-Risikogebiete?

Die Karte zeigt alle FSME-Risikogebiete in Deutschland, eingefärbt nach Höhe der Inzidenz (Erkrankungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum 2021–2025). Je dunkler die Färbung, desto höher die gemeldete Erkrankungshäufigkeit im jeweiligen Landkreis.

Die FSME-Risikogebiete in Deutschland konzentrieren sich auf den Süden und Osten des Landes. Den Schwerpunkt bilden Bayern und Baden-Württemberg, wo nahezu alle Land- und Stadtkreise als Risikogebiet ausgewiesen sind. Darüber hinaus gelten Teile von Hessen, Thüringen, Sachsen und Brandenburg als Risikogebiete. In den vergangenen Jahren hat sich die Ausbreitung weiter Richtung Norden fortgesetzt: Inzwischen sind auch einzelne Kreise in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt betroffen.

Aktuell weist das Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt 185 Risikogebiete in Deutschland aus (Stand: Januar 2026). Das RKI aktualisiert die Karte jährlich auf Basis der gemeldeten Erkrankungszahlen der jeweils zurückliegenden fünf Jahre. Ob Ihr Landkreis darunter ist, können Sie mit der Karte und der vollständigen Landkreisliste im PDF direkt nachschlagen.

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Risikogebiet oder Zeckengebiet – was ist der Unterschied?

Diese beiden Begriffe werden häufig gleichgesetzt, obwohl sie unterschiedliche Dinge bedeuten. Zecken kommen in ganz Deutschland vor. Ihr Lebensraum ist überall dort zu finden, wo es bodennahe Vegetation gibt: hohes Gras, Büsche und Unterholz. Sie sind sogar in Höhen bis zu 1.500 Metern über dem Meeresspiegel anzutreffen. Wer also glaubt, im Gebirge vor Zecken sicher zu sein, irrt sich. Eine offizielle Zeckenkarte gibt es daher nicht.

FSME-Risikogebiete hingegen sind präzise definiert. Ein Kreis gilt als Risikogebiet, wenn die Zahl der gemeldeten FSME-Erkrankungen in mindestens einem von 20 untersuchten Fünfjahreszeiträumen statistisch signifikant über dem Wert von einer Erkrankung pro 100.000 Einwohner liegt. Dabei wird nicht nur der Kreis selbst betrachtet, sondern auch die umliegende Kreisregion. Es geht also nicht darum, wo Zecken leben, sondern wo das FSME-Virus nachweislich in relevantem Ausmaß zirkuliert.

Wichtig dabei: Auch außerhalb der ausgewiesenen Risikogebiete kann eine Zecke das FSME-Virus übertragen. Im Jahr 2025 wurden 40 FSME-Fälle außerhalb der Risikogebiete registriert. Ein gewisses Restrisiko bleibt also bundesweit bestehen. Vorsichtsmaßnahmen sind daher in der gesamten Natur sinnvoll.

Wie hoch ist das FSME-Risiko, wenn ich gestochen werde?

Selbst in ausgewiesenen FSME-Risikogebieten tragen nach aktuellem Kenntnisstand nur 0,1 bis 5 % der Zecken das FSME-Virus in sich. Ob es nach einem Stich tatsächlich zu einer Infektion kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal vorhersagen.

Eine Untersuchung der Zecke auf FSME-Erreger bringt in den meisten Fällen keine verlässliche Gewissheit. Daher rät das Robert Koch-Institut davon ab. Auch wenn Erreger in der Zecke gefunden werden, hat man sich nicht zwingend mit FSME infiziert. Und wenn die Zecke keinen FSME-Erreger in sich trägt, kann man sich trotzdem infiziert haben. Denn eine Zecke könnte unbemerkt zugestochen und die Krankheit übertragen haben.

Wenn eine Zecke FSME-Viren in sich trägt, werden sie bereits im Moment des Stichs übertragen. Denn die Viren sitzen in den Speicheldrüsen der Zecke. Eine spezifische medikamentöse Behandlung gegen das Virus gibt es nicht. Die Therapie zielt lediglich darauf ab, Symptome zu lindern. Aus diesem Grund empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die FSME-Schutzimpfung für alle Personen, die in einem Risikogebiet leben oder dorthin reisen.

FSME ist dabei nur eine von mehreren Krankheiten, die durch einen Zeckenstich übertragen werden können. Ein Überblick zeigt, worauf Sie zusätzlich achten sollten.

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Wie schütze ich mich in FSME-Risikogebieten?

Wer weiß, dass er sich in einem Risikogebiet bewegt, kann gezielt vorbeugen. Eine Kombination aus mehreren Maßnahmen bietet dabei den zuverlässigsten Zeckenschutz.

  • Lange Kleidung tragen: Hose in die Socken stecken, langärmeliges Oberteil anziehen. So haben Zecken weniger Angriffsfläche auf der Haut.
  • Repellents auftragen: Zeckenschutzmittel, sogenannte Repellents (Abwehrmittel), können dazu beitragen, Zecken auf Abstand zu halten. Anti Brumm® Zecken Stopp bietet ein speziell auf Zecken abgestimmtes Spray für verschiedene Einsatzbereiche. Sprühen Sie das Spray vor dem Aufenthalt im Freien auf unbedeckte Haut und verteilen Sie es gleichmäßig. Tragen Sie es am besten zusätzlich auf Ihre Kleidung auf.
  • Körper gründlich absuchen: Nach jedem Aufenthalt in der Natur den ganzen Körper nach Zecken absuchen, besonders Kniekehlen, Achselhöhlen, Haaransatz und Leistengegend. Gefundene Zecken zügig und möglichst vollständig entfernen.
  • FSME-Impfung prüfen: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Schutzimpfung für alle Personen, die in einem Risikogebiet leben oder dorthin reisen und dort mit Zecken in Kontakt kommen könnten.

Der wirksamste Alltags-Schutz beginnt vor dem Aufenthalt im Freien: Repellent auftragen, Kleidung schließen und danach absuchen. Diese drei Schritte lassen sich einfach zur Gewohnheit machen und geben Ihnen die nötige Sicherheit, die Natur entspannt zu genießen.

Repellents vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

* Gewährleistungsmarkentest BNITM 2025 (ausgenommen Anti Brumm Zecken Stopp und Anti Brumm Lotion); www.antibrumm.de

Quellen