USA: Insektenschutz für Reisende

Spektakuläre Natur und pulsierende Weltmetropolen – die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein Land der Kontraste.

Damit Sie Ihre USA-Reise unbeschwert genießen können, sollten Sie auch die nötigen Vorkehrungen treffen. So gehört zum Beispiel ein zuverlässiger Insektenschutz ins Reisegepäck – schließlich können Mücken und Zecken in den verschiedenen Regionen teils gefährliche Krankheiten übertragen.

Wichtig: Beachten Sie die aktuellen Reise- und Gesundheitshinweise des Auswärtigen Amtes und lassen Sie sich rechtzeitig vor der Reise am besten durch einen Reisemediziner beraten. Überprüfen Sie auch Ihren Impfschutz. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn bei Ihnen während oder nach einer USA-Reise unklare Symptome auftreten.

USA: Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden

In der Regel verläuft eine Infektion mit dem Zika-Virus ohne spürbare Symptome. Typische Krankheitszeichen sind Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Entzündung der Augenbindehaut sowie seltener Muskel- bzw. Kopfschmerzen. Eine Infektion während der Schwangerschaft gefährdet das Ungeborene. Mehr erfahren

Übertragung: Das Zika-Virus wird durch tagaktive Tigermücken (Aedes) auf den Menschen übertragen. Eine Übertragung ist jedoch auch von Mensch zu Mensch möglich – zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr, über Bluttransfusionen oder von der Mutter auf das ungeborene Kind.

Risiko: In Texas, Florida und Puerto Rico sowie auf den amerikanischen Jungferninseln und Amerikanisch-Samoa wurden bereits lokal erworbene Zika-Virus-Infektionen nachgewiesen. Aktuelle Fallzahlen bietet das CDC (Center for Disease Prevention and Control).

Schutz/Prophylaxe: Es gibt weder eine Impfung noch eine Chemoprophylaxe oder ursächliche Therapie gegen die Zika-Virus-Erkrankung. Daher stellt ein konsequenter Schutz vor Mückenstichen die wichtigste Schutzmaßnahme dar (Expositionsprophylaxe). Wichtig: Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, wird von Reisen in Risikogebiete abgeraten. Auch den Partnern wird empfohlen, betroffene Regionen zu meiden. Falls dies nicht möglich ist, sollte nach der Rückkehr über einige Monate hinweg beim Geschlechtsverkehr ein Kondom verwendet und konsequent verhütet werden, um eine Schwangerschaft bei gleichzeitiger Zika-Virus-Infektion zu vermeiden.

Das Dengue-Fieber wird auch „Knochenbrecher-Fieber“ genannt, weil es neben hohem Fieber, Hautausschlag und Kopfschmerzen auch zu starken Knochen- und Gliederschmerzen kommen kann. In 2 bis 4 % der Fälle nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf in Form eines Dengue-Hämorrhagisches-Fiebers (DHF) oder ein Dengue-Schock-Syndroms (DSS). Mehr über die Symptome erfahren

Übertragung: Dengue-Viren werden durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen.

Risiko: Ein Übertragungsrisiko besteht vor allem in den südlichen Bundesstaaten sowie in Puerto-Rico, Guam, Amerikanisch-Samoa und den amerikanischen Jungferninseln. Aktuelle Fallzahlen bietet das CDC (Center for Disease Prevention and Control).

Schutz/Prophylaxe: Da keine Impfung oder ursächliche Therapie existiert, wird im Rahmen der sogenannten Expositionsprophylaxe ein zuverlässiges Insektenspray empfohlen. Tipps zum Mückenschutz

Chikungunya heißt in der Sprache des Makonde-Volkes (Tansania) so viel wie „der gekrümmt Gehende“. Diese Bezeichnung weist auf die sehr starken Gelenkschmerzen hin, die infolge einer Infektion auftreten und auch länger bestehen können. Weitere häufige Symptome sind hohes Fieber und Hautausschlag. Mehr erfahren

Übertragung: Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Tigermücken (Aedes) übertragen.

Schutz/Prophylaxe: Es gibt weder eine Impfung oder Chemoprophylaxe noch eine ursächliche Therapie. Daher ist konsequenter Mückenschutz die bedeutendste Maßnahme gegen Chikungunya. Tipps zum Mückenschutz

Die meisten mit dem West-Nil-Fieber infizierten Personen zeigen keine Symptome. Bei etwa 20 % kommt es zu grippeähnlichen Beschwerden. In seltenen Fällen entwickeln sich schwere neurologische Symptome, wie z. B. eine Hirnhautentzündung oder Lähmungen. Mehr über die Symptome erfahren

Übertragung: Die Erreger werden von tagaktiven Stechmückenarten (z. B. Aedes, Culex) übertragen.

Risiko: Vor allem in den Sommermonaten kann es in den USA zu Ausbrüchen kommen. Aktuelle Fallzahlen bietet das CDC (Center for Disease Prevention and Control).

Schutz/Prophylaxe: Da es weder eine Impfung noch Medikamente gegen das West-Nil-Virus gibt, wird ein konsequenter Schutz vor Mückenstichen und die Anwendung eines zuverlässigen Insektensprays empfohlen. Tipps zum Mückenschutz

Fast immer verläuft diese virale Infektion symptomfrei oder mit nur leichten Symptomen. Nur in etwa einem Prozent der Fälle kommt es zu schweren Verläufen mit Beteiligung des zentralen Nervensystems. Folge können beispielsweise eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) oder eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten (Meningoenzephalitis) sein. Fieber, Kopfschmerzen, ein steifer Nacken, Verwirrtheit und Schläfrigkeit zählen dann zu den typischen Beschwerden.

Übertragung: Die Viren (Flaviviren) werden durch Stechmücken (Culex) auf den Menschen übertragen. Vor allem Wildvögel tragen das Virus in sich, ohne selbst zu erkranken.

Risiko: Ein Übertragungsrisiko besteht unter anderem in Ohio, Florida, Kansas, Colorado, Kalifornien, im Osten von Texas sowie entlang des Mississippi-Beckens. Aber auch in anderen Gebieten kann es zu Ausbrüchen kommen, vor allem im Sommer und Frühherbst und in warmen feuchten Jahren, wenn es viele Mücken gibt.

Schutz/Prophylaxe: Bei Aktivitäten im Freien sollte man sich vor Mückenstichen schützen, z. B. durch entsprechende Kleidung und die Anwendung eines Insektensprays.

USA: Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden

Rasch ansteigendes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zählen zu den häufigen Symptomen der bakteriellen Erkrankung. Charakteristisch ist zudem der namensgebende kleinfleckige, teilweise punktförmige Hautausschlag, der meist nach etwa drei bis fünf Tagen auftritt. Bei komplikationslosem Verlauf klingt das Fieber in der Regel nach etwa zwei bis drei Wochen ab. Unbehandelt verläuft die Erkrankung oftmals tödlich, daher wird in der Regel bei Verdacht auf das Rocky-Mountain-Fleckfieber eine frühzeitige Antibiotika-Behandlung empfohlen.

Übertragung: Die Erreger (Bakterien, sog. Rickettsien) werden durch Zecken übertragen.

Risiko: Die Erkrankung kommt überwiegend in den südöstlichen Staaten der USA vor, nur selten in den Rocky Mountains. Am höchsten ist das Risiko in den warmen Monaten.

Schutz/Prophylaxe: Bei Aktivitäten im Freien ist es unbedingt empfehlenswert, sich vor Zeckenstichen zu schützen, z. B. durch entsprechende Kleidung und die Anwendung von Zeckensprays. Kommt es dennoch zu einem Zeckenstich, muss die Zecke so schnell wie möglich entfernt werden. Treten nach einem Zeckenstich unklare Symptome auf, ist ein Arztbesuch wichtig.

Weitere Informationen:

Gefahrenlagen in Reiseländern sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Auf der Website des Auswärtigen Amtes finden Sie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für Ihr Reiseziel: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

Halten Sie vor der Reise Rücksprache mit Ihrem Hausarzt. Zu berücksichtigen ist auch der individuelle Gesundheitszustand des Reisenden, weshalb eine ärztliche Beratung empfohlen wird.