Zecken: Mythos oder Wahrheit?

Zecken: Mythos oder Wahrheit?

Um die blutsaugenden Parasiten ranken sich viele Mythen – doch was stimmt wirklich?

Das stimmt nicht! Die kleinen Blutsauger lauern in der Regel im hohen Gras oder im Gebüsch und lassen sich von dort abstreifen.

Das stimmt nicht – häufig bleibt ein Zeckenstich zunächst unbemerkt. Das hat einen Grund: Denn wenn das kleine Tier zum Blutsaugen ansetzt, betäubt es die Stichstelle mit Substanzen aus seinem Speichel. So steigt die Chance, unentdeckt zu bleiben und möglichst lange Blut zu saugen.

Das stimmt nicht. Ausgewachsene Zecken haben acht Beine und zählen zu den Spinnentieren. Sie entwickeln sich über das sogenannte Nymphenstadium aus Zeckenlarven. Letztere haben nur drei Beinpaare und sind deutlich kleiner, sehen den ausgewachsenen Exemplaren aber schon sehr ähnlich.

Das stimmt! Falls sie keinen Wirt auffinden, können sie notfalls über Jahre hinweg „fasten“. Auch ansonsten sind Zecken recht robust: Bei Kälte sind sie zwar weniger aktiv – steigen die Temperaturen aber, werden ihre Lebensgeister wieder geweckt. Auch einen Waschgang in der Waschmaschine überleben sie oft.

Das stimmt nicht. Auch im Gebirge können Zecken bis zu einer Höhe von etwa 1.500 Metern über dem Meeresspiegel vorkommen.

Das stimmt teilweise! Die Erreger der Borreliose werden tatsächlich erst mehrere Stunden nach dem Stich übertragen. Denn sie leben im Darm der Zecke und müssen von dort den Weg zur Einstichstelle finden. Anders sieht es bei FSME-Viren aus – sie werden direkt mit dem Speichel der Blutsauger übertragen.

Das stimmt nicht! Auf der Suche nach einer geeigneten Einstichstelle krabbeln Zecken zunächst auf dem Körper bzw. der Kleidung umher. Wer sich also nach dem Aufenthalt in der Natur absucht, hat gute Chancen, die kleinen Tierchen zu finden, noch bevor sie zum Blutsaugen ansetzen.